Das Tiroler Grauvieh ist eine Zweinutzungsrasse. Es kann als Milchrasse unter erschwerten Umweltbedingungen, als Fleischrasse in allen Produktionslagen sowie als Gebrauchskreuzung mit Fleischrassen eingesetzt werden.

Tiere dieser Rasse eignen sich besonders gut für „Low Input Systeme“, da dort ihre Anspruchslosigkeit, gute Futterverwertung, Leichtkalbigkeit, Vitalität, guter Körperbau, funktionellen Euter und hervorragende Milchqualität voll zur Geltung kommen.

 

Das aktuelle Zuchtziel baut auf Grundfutterleistung und Nachhaltigkeit in der Produktion. Wichtigstes Selektionskriterium ist der Gesamtzuchtwert. Dieser setzt sich aus 20 % Milch-, 20 % Fleisch- und 60 % Fitnesswerten zusammen. Bei der Milchproduktion strebt man 5.000 kg Milch mit 4,0 % Fett sowie 3,4 % Eiweiß an. Das Ziel in der Fleischproduktion liegt darin, gute Tageszunahmen zu erreichen und beste Fleischqualität zu erzeugen. Besonderer Wert wird auf einen umgänglichen Charakter der Tiere gelegt. Die Verkaufstiere sind handzahm und halfterführig.

Grauviehkuh

Statistik

Icons Milchkannen
Milchleistungskontrolle:
  • 870 Herden mit 3.370 Kühen
  • DL: 5.172 Mkg – 3,91 – 3,37 – 376 FE-kg
Icon Mutterkuhhaltung
Fleischleistungskontrolle:
  • 378 Herden mit 1.369 Kühen
  • 200TG 255 kg/1.079 gr. TZN (männlich)
  • 365TG 346 kg/841 gr. TZN (männlich)

Das Tiroler Grauvieh ist großteils beheimatet in den extremen Gebieten des Berggebietes. So liegen 76 % der Grauviehzuchtbetriebe auf einer Seehöhe von über 1.000 Meter Seehöhe. 71 % der Betriebe halten zudem weniger als 6 Kühe in ihren Stallungen.

 

Die Rasse Tiroler Grauvieh wird auch über das Programm „Seltene Tierrassen“ als gefährdete Rinderrasse gefördert. Die züchterische Betreuung für die Rasse nimmt die Rinderzucht Tirol österreichweit wahr.

Zuchtprogramm Grauvieh