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Sprinzen-Züchterversammlung – Neue Herausforderungen SNP-Typisierung

05.02.2024 11:54

Am 4. Februar fand in Scheffau am Tennengebirge die Züchterversammlung der österreichischen Sprinzenzüchter statt. Dabei konnte Obmann Thomas Strubreiter von einer erfolgreichen Rassenentwicklung berichten. So gibt es mittlerweile 340 Sprinzenzüchter (+ 34) mit 1.724 Sprinzenkühe (+ 163). Eine große Herausforderung stellt seit der neuen GAP-Periode die neue SNP-Typisierung dar. Diese ist für alle ab 1.1.2023 geborenen Tiere notwendig, welche dann im Rahmen der Maßnahme „Seltene Tierrassen“ gefördert werden. Für die Sprinzenrasse sind die aktuellen Fördersätze 330 € je Mutterkuh, 410 je Milchkuh und 640 € je Zuchtstier. Mit diesem Programm konnte eine wichtige Basis geschaffen werden für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Rasse.

Ein besonderer Auftritt gelang den Sprinzenzüchtern auf der Bundesfleischrinderschau, wo man mit 23 ausgestellten Tieren den größten Rassenblock stellte. Wer hätte das wohl für möglich gehalten, hieß es oft in den Stallgassen. Vor über 20 Jahren wurde das Generhaltungsprogramm der Sprinzen damals unter schwierigen Voraussetzungen gestartet. Umso mehr freute man sich über die erfolgreiche Entwicklung. Mit Desiree PSS von Tanja Vogg und Stefan Kreuzer stellte man auch die älteste Kuh aus mit 13 Jahren und 12 Abkalbungen. Sie wurde auch später zum Bundeschampion bei den Sprinzen gewählt. Ein besonderes Kunststück gelang Dominik Schellhorn aus Wildschönau bei der Bundesfleischrinderschau in Traboch. Nach 2019 holte er wieder den Titel bester Vorführer beim Bundesjungzüchterchampionat. Reservesiegerin wurde die Niederösterreicherin Viktoria Hofmarcher, die ebenfalls eine Sprinzenkalbin präsentierte. Beide Jungzüchter führten jeweils Sprinzentiere vor. Abschließender Höhepunkt der Versammlung war auch die Ehrung der erfolgreichen Züchter:innen von der Bundesfleischrinderschau. Weiters wurden auch die Auszeichnungen für den Management-Profi 2023 verliehen.